OpenKavkaz – Ein einzigartiger Fotoprojekt

Heute möchte ich das schöne Projekt „Open Kavkaz“ vorstellen und paar Bildern posten. OpenKavkaz soll laut eigenen Angaben unabhängiges und unkommerzielles Fotoprojekt sein welches den Kaukasus erkundet, dessen einzigartige Natur sowie nationale Kulturen und Sitten. In einer Reihe von Artikeln mit Fotos, Videos und virtuellen 3D-Panoramen wird und soll in den nächsten Jahren der schöne Nordkaukasus, Südspitze Russlands, vorgestellt werden. Nicht nur die allen bekannten, sondern auch einzigartige, schwer zugängliche und unerforschte Sehenswürdigkeiten sollen dem breitem Publikum vorgestellt werden.

Ein neuartiges Projekt im russischsprachigen Internetraum. Diese Arbeit verdient seine Achtung. Leider ist die Seite zurzeit nur in der russischen Sprache, bei den 3D-Panoramen können aber die Bildbeschreibungen ins englisch umgestellt werden. Sicherlich wird in der Zukunft auch die komplette Internetseite mindestens im englisch vorhanden sein.

Vielleicht überwinde ich mich und poste aaaaab und an Beiträge von OpenKavkaz übersetzt.

Aus Tschetschenien gibt es bisher nur zwei Orte bebildert, Kesenoiam (See) und Testarhoy (ein Turmdorf). Ansonsten gibt es aus Inguschetien, wo viele der Burgen und Sehenswürdigkeiten noch erhalten geblieben sind, sehr viele Bilderreihen und 3D-Panoramen. Das Projekt ist neu und hat viel Potenzial. Ihr könnten nun dem beim Wachsen zusehen😉

Hier paar schöne Bilder des Kesenoiam und eine Beschreibung aus Wikipedia:
Der Kesenoiam (tschetschenisch Къоьвзанан Іам) ist ein alpiner See in Tschetschenien und Dagestan (Russland), der auf 1.870 Metern Höhe liegt und eine Fläche von 2,4 Quadratkilometern einnimmt. Die maximale Tiefe beträgt 74 Meter. Der See friert im Winter zu und hat im Sommer eine Wassertemperatur von etwa 5 °C unter 20 Meter Wassertiefe, darüber 5 bis 18 °C. Er ist das ganze Jahr über gut mit Sauerstoff versorgt und relativplanktonarm. Im Kesenoiam lebt eine endemische Forellenart, Salmo ezenami. Diese war bis zur Einführung von zweiKarpfenfischen die einzige Fischart des Sees und gilt heute als vom Aussterben bedroht.

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Remember, remember, the end of November

Vor 25. Jahren, am 25-26. November 1990, haben die Parlamentarier des Tschetschenischen Parlaments für die Unabhängigkeit der Tschetschenischen Republik von der UDSSR gestimmt. Nachdem juristisch die Sowjetunion aufgelöst wurde, haben alle Regionen und Republiken, die ein Teil der neu gegründeten Russischen Föderation sein wollten einen Vertrag mit Russland unterzeichnet so z.B. Dagestan, Inguschetien, Tatarstan oder Burjatien. Andere Republiken der UDSSR wie Kasachstan, Armenien oder Ukraine haben ihre Unabhängigkeit erklärt und eigenes Staat gegründet, somit keinen Vertrag mit der Russischen Föderation unterzeichnet. Dann gab es noch Tschetschenien. Tschetschenien hat auf das Recht der Selbstbestimmung bestanden, wie Kasachstan oder Ukraine, wie auch seinerzeit von Boris Jelzin zugesichert hat – Nehmt euch Freiheit so viel ihr wollt.

Am 8. Juni 1991 wurde aus der von UDSSR unabhängigen Tschetschenischen Republik nach Wahlen und Volksabstimmung die Tschetschenische Republik Itschkerien gegründet. Erst am 25. Dezember 1991 wurde offiziell und formell die Russische Föderation, der Nachfolgestaat von UDSSR gegründet.

november1994_tschetschenienDas zweite wichtige Datum im November ist der 26. November 1994, der eigentliche Beginn des ersten Tschetschenienkrieges! An dem Tag versuchte Russland den vom Volk gewählte Präsidenten Dschochar Dudajew zu putschen. Dafür wurden tschetschenische Kriminelle aus der russischen Haft entlassen und zusammen mit der vermeintlichen Opposition und russischen Soldaten begann der Stumr auf Grosny, der am 29. November erfolglos für Russland endete und blutigen Beginn für Tschetschenien einläutete… Wie heute im Falle Krim und Ostukraine behauptete Russland stur und fest „Es gibt in Tschetschenien keine russischen Soldaten“ (Aussage des Verteidigungsministers P. Gratschow, 26.11.1994). Was Russen darunter Versteht haben ganz aktuell in der Ukraine erlebt.

Als der Sturm auf Grosny im November 1994 fehlschlug, erklärte Russland der jungen Republik den Krieg und marschierte mit aller Macht am 11. Dezember 1994 in Tschetschenien ein! Damit begann die Gewaltspirale, dessen Ende bis heute nicht in Sicht ist. Ganze Generation ist im Krieg aufgewachsen und kennt nichts anderes als Gewalt und Hass. Einige hundert dieser Jungen sind heute in Syrien und führen dort Krieg gegen Russland bzw. Assad, der von Russland unterstützt wird und für Russland wichtig ist.