Unrechtsstaat Deutschland

Das Leben lehrt uns, dass wir oft kindliche Vorstellungen von gewissen Dingen haben. So wurde ich im Laufe der Jahre eines besseren belehrt, was Deutschland angeht. Korruption, Verleumdung von unbequemen Menschen, gewalttätige Polizisten, voreingenommene Richter, vertuschen von Gewalttaten, rechter Terror, Verstrickung von Staatsorganen in Gewaltverbrechen, offener Hassverbreitung – das alles in Deutschland? Niemals! Da ich aus einem extremen Unrechtsstatt (Russland) komme und in einem Kriegsgebiet aufgewachsen bin, waren die „unwesentlichen“ Erscheinungen der aufgezählten Punkte nicht besonders auffallend für mich. Bis ich das kindliche Leben hinter mir ließ, ins große Leben schriet und unter die Menschen ging. Mit der Zeit ist wohl alles schlimmer geworden… Oder man hat dieses Gefühl „es wird immer alles Schlimmer“, die Jugend, die Mitmenschen, die Welt… Aber irgendwie sagt es jeder Generation. Vielleicht sind es die ersten Anzeichen dafür, dass ich alt werde.

Ich habe eine „Lieblingsseite“ im deutschen Netz. In unregelmäßigen Abständen besuche ich das Islamaphobe und Rechtspopulistische Blog „PI News“. Dem einen oder anderen wird es sicherlich etwas sagen. Es ist schon unglaublich, wie viel krankes Zeug darauf zu finden ist. So viel Hass und Unmenschlichkeit wird dort propagiert, welches von unzählig zustimmenden Hasskommentaren begleitet wird. Auf dem Blog haben sich sehr viele Wirrköpfe versammelt, das ist wohl Eindeutig. Leider landen auf dem Blog auch tausende Mitmenschen, die voller Hass und Verbissenheit sind und dort weiteres Nährboden finden. Welche geistigen Störungen diese bemitleidenswerten Betreiber haben, möchte ich nicht näher betrachten und überlasse es den Experten. Es freut und beruhigt mich, dass Sie mit Ihrem Hass selbst zurechtkommen müssen und ein elendes Leben führen. Ein Leben voller Hass auf Mitmenschen, auf Menschen die einen umgeben und die man täglich trifft oder sieht ist doch wahrlich ein elendes Leben! Weiterlesen

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Wahlen in Deutschland

In ein paar Tagen ist es soweit – es finden Wahlen in Deutschland statt. Die Frage wird sein, ob Frau Merkel weiterhin Bundeskanzlerin bleibt oder ob Sie Herr Schulz ersetzt. Ein anderer Ausgang ist unwahrscheinlich.

Irgendwo in der Stadt habe ich die Tage Werbeanzeige der Wochenzeitung „Die Zeit“ gesehen, darin wurde eine neue Serie der Zeitung beworben die sich um Deutschlands Kanzler dreht. Als ich alle abgebildeten Kanzler erkannte außer Ludwig Erhard, war ich positiv überrascht – so schlecht bin ich gar nicht (wobei ich mich noch an „Erhard“ erinnern konnte, nicht aber an Ludwig). Ich weiß noch, wie wir in der Schule über Helmut Kohl und seiner vier Regierungsperioden bzw. 16 Jahren Kanzlerschaft gesprochen haben. Dabei vergisst man, dass Frau Merkel schon 12 Jahre Kanzlerin ist und evtl. zum vierten Mal wiedergewählt wird. Hätte man nicht erwartet, noch während der Zeit von Gerhard Schröder. Außer Herrn Schröder sind wohl alle Ex-Kanzler schon tot, zuletzt sind ja Helmut Kohl und Helmut Schmidt verstorben.

Politik ist wichtig, man sollte sich damit beschäftigen und wissen wie es steht und wohin wir treiben. Man sollte sich nicht von Emotionen treiben lassen und auch nicht jedes Wahlversprechen ernstnehmen, wenn es um die Politik geht. Derjenige, der Politik komplett ignoriert, lebt nicht in einem Paralleluniversum ohne die Folgen davon zu spüren. Wir leben alle in einem Land und „die da oben“ entscheiden was wir „hier unten“ zutun und zu lassen haben. Wissen Sie, wie Wladimir Putin zu 99,9% Wählerstimmen aus Tschetschenien gekommen ist? Ein Teil der Bevölkerung ist tatsächlich wählen gegangen, weil Ihnen der Arbeitsgeber es vorgeschrieben hat, ein kleiner Teil ist aus Überzeugung dahin. Die überwiegende Mehrheit hat aber nie gewählt, ein nicht unwesentlicher Teil davon ist sogar während der Wahlen nicht mal im Land gewesen – so wie ich. Aber gewählt habe ich dennoch, und zwar Putin. So zumindest wurde der Wahlschein für mich ausgefüllt, unterzeichnet und eingeworfen. Die Entscheidung wurde mir abgenommen. Das ist eine Tatsache, diese nachzuweisen braucht man keine großen Detektive.

Was die Parteien in Deutschland angeht, habe ich mich durch den Wahl-O-Mat geklickt, das Ergebnis hat mich etwas überrascht. Nicht unbedingt die ersten Parteien sondern dass NPD vor der CDU bei mir landet, aber AfD ganz hinten – wohin sie auch gehören. AfD erkennt man alleine an den Fragen und deren Themen beim Wahl-O-Mat. Da kommt die Frage wie – ob ich eine nationale Währung wieder haben möchte (?), während wir seit über 15 Jahren den Euro haben und in dem Zeitalter von Kryptowährungen, echt jetzt?

Wahl-O-Mat hat mir folgendes Ergebnis herausgespuckt – ob ich so wählen würde? Piraten? Nein.

Ich werde nicht wählen gehen, dafür gibt es gewissen Gründe. Aber ich werde aktiv die Wahl beobachten und bin gespannt wie viele prozent AfD erhalten wird. So wie es aussieht werden Sie drittstärkste Kraft im Bundestag, vor den Grünen, Linken und der FDP. Das ist wohl unvermeindlich, genauso wie eine Große Koalition.

Sonntag sind wir schlauer!

Die Friedensvereinbarungen von Chassawjurt

Vor 21 Jahren, am 31. August 1996, wurde in Chassawjurt (Dagestan) Vereinbarungen unterzeichnet, welche eine Basis für die Beziehung zwischen der Russischen Föderation und der Tschetschenischen Republik Itschkerien regelten.

Die Vereinbarungen wurden von dem Stabschef der tschetschenischen Armee Aslan Maskhadov und dem Sekretär des Sicherheitsrates von Russland Alexander Lebed unterzeichnet.

Mit der Unterzeichnung hörten in Tschetschenien militärische Operationen auf, russische Truppen wurden abgezogen, und die Frage den Status der Tschetschenischen Republik Ischkerien wurde bis zum 31. Dezember 2001 verschoben.

Hier originalen Aufnahmen, die ich schon mal verlinkt hatte:

Operation Djihad – 6. August 1996

Der 6. August 1996 spielt in der tschetschenischen Geschichte eine sehr große Rolle. An diesem Tag begann nämlich die Operation mit dem Codenamen „Djihad“, in der die Hauptstadt Grosny wiedererobert wurde und welche zu einem Friedensvertrag führte. Eines der bekanntesten Fotos aus dieser Zeit, welches durch die ganzen Medien ging, ist das folgende Bild eines tschetschenischen Kämpfers in Grosny.

 

Der Probedurchlauf

Für die anstehende Operation gab es einiges an Vorboten, unter ihnen der Angriff im März des selben Jahres; ein Probedurchlauf für die tschetschenischen Kämpfer. Sie drangen am 6. März in Grosny aus verschiedenen Richtungen ein, Teilbezirke waren eine Zeit lang vollständig unter der Kontrolle der Tschetschenen und viele strategische Objekte wurden auch zeitweise Besetzt. Nach drei Tagen verlustreicher Kämpfe für die russischen Besatzer, verließen die Tschetschenen Grosny und nahmen Waffen sowie mehrere Panzer als Trophäen mit sich. In dem Angriff wurden 70-300* Besatzer getötet und 259 verletzt. Tschetschenische Kämpfer hatten nur wenige Verluste zu beklagen. Dank dieser Operation wurden viele Daten für die anstehende August-Operation gesammelt, der Probedurchlauf erwies sich als äußerst erfolgreich. Im August des selben Jahres stellte sich schnell heraus, wer welche Schlüsse aus dem Angriff im März gezogen hat.

 

Rückeroberung von Grosny

Um 5 Uhr in der Früh an dem Dienstag des sechsten Augusts begann der Einmarsch tschetschenischer Kämpfer in Grosny. Sie nutzten die Straßen, Wege und Pfade, die nicht unter russischer Kontrolle waren. Als einheimische kannten sich die Kämpfer deutlich besser im Land und in der Stadt aus als die russischen Truppen mit ihren veralteten Stadtkarten. Weiterlesen