Doku: Tschetschenien – Vergessen auf Befehl (HD)

Im Dezember 2014 jährte sich der Beginn des Ersten Tschetschenienkriegs zum 20. Mal. Für das tschetschenische Volk eine 20 Jahre andauernde, endlose Geschichte der Auslöschung. Zehntausende starben in den Kriegsjahren und insbesondere Männer zwischen 14 und 70 Jahren auch im Namen des „Kampfes gegen den Terror“. Über ein Jahr lang filmte Manon Loizeau das von Wladimir Putin angeblich befriedete Tschetschenien: ein Land des Verdrängens. Jeder, der versucht, sich zu erinnern, wird vernichtet. Denn der junge vom Kreml eingesetzte Präsident Ramsan Kadyrow regiert mit eiserner Hand. Als neuer Landesvater träumt er von einer Gesellschaft ohne jegliche Erinnerung, deren Vorbilder Putin und Stalin sind.

Grosny von heute, Teil 1

Eines der häufigen Suchbegriffe in verschiedenen Suchmaschinen im Zusammenhang mit Grosny ist „Grosny heute“. Manche Zeitgenossen denken Grosny von 2012 sieht immer noch aus wie der zweite Stalingrad. Da muss ehrlich und aufrichtig widersprochen werden – in Grosny hat sich vieles verändert. Wir reden nicht über die Lage für die Menschen, für Zivilbevölkerung – obwohl auch da gab es, im Vergleich zur früher, deutliche Veränderungen – darüber womöglich ein anderes Mal.

Grosny von heute sieht sehr schön aus. Bei der Frage eines jeden gebürtigen Bürgers von Grosny „Was sieht besser aus – heutiges Grosny oder Grosny von vor dem Krieg 1994?“ wird man ständig die Antwort hören – Mann kann diese Zwei nicht vergleichen! Viele der älteren gebürtigen Grosnier geben aber besonders der Stadt von vor 1994 den Vorzug.

Gerne würde ich ein Vergleich machen von Grosny vor dem Krieg, während des Krieges und heute… Leider ist das mit dem Fotomaterial, das ich habe, nicht möglich. Ich versuche es evtl. ein anderes Mal.

Grosny 2012, Tschetschenien

Blick auf Zentralmoschee von Grosny „Serdca Chechni“ und Islamische Universität

Zentralmoschee „Serdca Chechni“ („Das Herz Tschetschenien“), ist lt. Kadyrow die größte Moschee Europas und hat Platz für über 10.000 Gläubige.

Islamische Universität, auf dem Geländer der Zentralmoschee

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