Anklageschrift dem IStGH in Den Haag übergeben

Am 23. Februar 2018 haben sich bis zu 100 Personen vor dem Internationalem Strafgerichtshof in Den Haag versammelt. Die Kundgebung zur 74sten Jährung der Deportation von Tschetschenen und Inguschen am 23. Februar 1944 war mit einem historischen Ereignis verbunden. An diesem Freitag wurde eine Klage gegen die politische und militärische Führung Russlands eingereicht wegen dem Genozid an den Tschetschenen. Um 15:00 übergab Said-Emin Ibragimov dem IStGH die Klage mit über 200 Seiten. Es wurde versprochen sich um den Fall zu kümmern und ein erster Feedback vom IStGH soll in den nächsten zwei Monaten folgen. Zu der Kundgebung waren Menschen aus verschiedenen Ländern angereist u.a. aus Belgien, Deutschland, Dänemark, England, Frankreich, Litauen. Unter den Teilnehmern waren diverse Größen der Tschetschenischen Politik inklusive Achmed Sakajew, Ministerpräsident der tschetschenischen Exilregierung. Mit dabei waren auch Journalisten aus Frankreich, Niederlanden oder Georgien.

Die Kundgebung dauerte von 10:00 bis 16:00 Uhr, es wurden viele Reden in der Zeit gehalten. Die Kundgebung wurde am Mittag nur für Dhuhr und Asr Gebet unterbrochen. Die Versammlung verlief ohne Zwischenfälle und unter Begleitung von bis zu Dutzend Polizisten.

Ein historischer Tag.