Die Friedensvereinbarungen von Chassawjurt

Vor 21 Jahren, am 31. August 1996, wurde in Chassawjurt (Dagestan) Vereinbarungen unterzeichnet, welche eine Basis für die Beziehung zwischen der Russischen Föderation und der Tschetschenischen Republik Itschkerien regelten.

Die Vereinbarungen wurden von dem Stabschef der tschetschenischen Armee Aslan Maskhadov und dem Sekretär des Sicherheitsrates von Russland Alexander Lebed unterzeichnet.

Mit der Unterzeichnung hörten in Tschetschenien militärische Operationen auf, russische Truppen wurden abgezogen, und die Frage den Status der Tschetschenischen Republik Ischkerien wurde bis zum 31. Dezember 2001 verschoben.

Hier originalen Aufnahmen, die ich schon mal verlinkt hatte:

OpenKavkaz – Ein einzigartiger Fotoprojekt

Heute möchte ich das schöne Projekt „Open Kavkaz“ vorstellen und paar Bildern posten. OpenKavkaz soll laut eigenen Angaben unabhängiges und unkommerzielles Fotoprojekt sein welches den Kaukasus erkundet, dessen einzigartige Natur sowie nationale Kulturen und Sitten. In einer Reihe von Artikeln mit Fotos, Videos und virtuellen 3D-Panoramen wird und soll in den nächsten Jahren der schöne Nordkaukasus, Südspitze Russlands, vorgestellt werden. Nicht nur die allen bekannten, sondern auch einzigartige, schwer zugängliche und unerforschte Sehenswürdigkeiten sollen dem breitem Publikum vorgestellt werden.

Ein neuartiges Projekt im russischsprachigen Internetraum. Diese Arbeit verdient seine Achtung. Leider ist die Seite zurzeit nur in der russischen Sprache, bei den 3D-Panoramen können aber die Bildbeschreibungen ins englisch umgestellt werden. Sicherlich wird in der Zukunft auch die komplette Internetseite mindestens im englisch vorhanden sein.

Vielleicht überwinde ich mich und poste aaaaab und an Beiträge von OpenKavkaz übersetzt.

Aus Tschetschenien gibt es bisher nur zwei Orte bebildert, Kesenoiam (See) und Testarhoy (ein Turmdorf). Ansonsten gibt es aus Inguschetien, wo viele der Burgen und Sehenswürdigkeiten noch erhalten geblieben sind, sehr viele Bilderreihen und 3D-Panoramen. Das Projekt ist neu und hat viel Potenzial. Ihr könnten nun dem beim Wachsen zusehen 😉

Hier paar schöne Bilder des Kesenoiam und eine Beschreibung aus Wikipedia:
Der Kesenoiam (tschetschenisch Къоьвзанан Іам) ist ein alpiner See in Tschetschenien und Dagestan (Russland), der auf 1.870 Metern Höhe liegt und eine Fläche von 2,4 Quadratkilometern einnimmt. Die maximale Tiefe beträgt 74 Meter. Der See friert im Winter zu und hat im Sommer eine Wassertemperatur von etwa 5 °C unter 20 Meter Wassertiefe, darüber 5 bis 18 °C. Er ist das ganze Jahr über gut mit Sauerstoff versorgt und relativplanktonarm. Im Kesenoiam lebt eine endemische Forellenart, Salmo ezenami. Diese war bis zur Einführung von zweiKarpfenfischen die einzige Fischart des Sees und gilt heute als vom Aussterben bedroht.

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Remember, remember, the end of November

Vor 25. Jahren, am 25-26. November 1990, haben die Parlamentarier des Tschetschenischen Parlaments für die Unabhängigkeit der Tschetschenischen Republik von der UDSSR gestimmt. Nachdem juristisch die Sowjetunion aufgelöst wurde, haben alle Regionen und Republiken, die ein Teil der neu gegründeten Russischen Föderation sein wollten einen Vertrag mit Russland unterzeichnet so z.B. Dagestan, Inguschetien, Tatarstan oder Burjatien. Andere Republiken der UDSSR wie Kasachstan, Armenien oder Ukraine haben ihre Unabhängigkeit erklärt und eigenes Staat gegründet, somit keinen Vertrag mit der Russischen Föderation unterzeichnet. Dann gab es noch Tschetschenien. Tschetschenien hat auf das Recht der Selbstbestimmung bestanden, wie Kasachstan oder Ukraine, wie auch seinerzeit von Boris Jelzin zugesichert hat – Nehmt euch Freiheit so viel ihr wollt.

Am 8. Juni 1991 wurde aus der von UDSSR unabhängigen Tschetschenischen Republik nach Wahlen und Volksabstimmung die Tschetschenische Republik Itschkerien gegründet. Erst am 25. Dezember 1991 wurde offiziell und formell die Russische Föderation, der Nachfolgestaat von UDSSR gegründet.

november1994_tschetschenienDas zweite wichtige Datum im November ist der 26. November 1994, der eigentliche Beginn des ersten Tschetschenienkrieges! An dem Tag versuchte Russland den vom Volk gewählte Präsidenten Dschochar Dudajew zu putschen. Dafür wurden tschetschenische Kriminelle aus der russischen Haft entlassen und zusammen mit der vermeintlichen Opposition und russischen Soldaten begann der Stumr auf Grosny, der am 29. November erfolglos für Russland endete und blutigen Beginn für Tschetschenien einläutete… Wie heute im Falle Krim und Ostukraine behauptete Russland stur und fest „Es gibt in Tschetschenien keine russischen Soldaten“ (Aussage des Verteidigungsministers P. Gratschow, 26.11.1994). Was Russen darunter Versteht haben ganz aktuell in der Ukraine erlebt.

Als der Sturm auf Grosny im November 1994 fehlschlug, erklärte Russland der jungen Republik den Krieg und marschierte mit aller Macht am 11. Dezember 1994 in Tschetschenien ein! Damit begann die Gewaltspirale, dessen Ende bis heute nicht in Sicht ist. Ganze Generation ist im Krieg aufgewachsen und kennt nichts anderes als Gewalt und Hass. Einige hundert dieser Jungen sind heute in Syrien und führen dort Krieg gegen Russland bzw. Assad, der von Russland unterstützt wird und für Russland wichtig ist.

 

Doku: Tschetschenien – Vergessen auf Befehl (HD)

Im Dezember 2014 jährte sich der Beginn des Ersten Tschetschenienkriegs zum 20. Mal. Für das tschetschenische Volk eine 20 Jahre andauernde, endlose Geschichte der Auslöschung. Zehntausende starben in den Kriegsjahren und insbesondere Männer zwischen 14 und 70 Jahren auch im Namen des „Kampfes gegen den Terror“. Über ein Jahr lang filmte Manon Loizeau das von Wladimir Putin angeblich befriedete Tschetschenien: ein Land des Verdrängens. Jeder, der versucht, sich zu erinnern, wird vernichtet. Denn der junge vom Kreml eingesetzte Präsident Ramsan Kadyrow regiert mit eiserner Hand. Als neuer Landesvater träumt er von einer Gesellschaft ohne jegliche Erinnerung, deren Vorbilder Putin und Stalin sind.

Grosny von heute, Teil 1

Eines der häufigen Suchbegriffe in verschiedenen Suchmaschinen im Zusammenhang mit Grosny ist „Grosny heute“. Manche Zeitgenossen denken Grosny von 2012 sieht immer noch aus wie der zweite Stalingrad. Da muss ehrlich und aufrichtig widersprochen werden – in Grosny hat sich vieles verändert. Wir reden nicht über die Lage für die Menschen, für Zivilbevölkerung – obwohl auch da gab es, im Vergleich zur früher, deutliche Veränderungen – darüber womöglich ein anderes Mal.

Grosny von heute sieht sehr schön aus. Bei der Frage eines jeden gebürtigen Bürgers von Grosny „Was sieht besser aus – heutiges Grosny oder Grosny von vor dem Krieg 1994?“ wird man ständig die Antwort hören – Mann kann diese Zwei nicht vergleichen! Viele der älteren gebürtigen Grosnier geben aber besonders der Stadt von vor 1994 den Vorzug.

Gerne würde ich ein Vergleich machen von Grosny vor dem Krieg, während des Krieges und heute… Leider ist das mit dem Fotomaterial, das ich habe, nicht möglich. Ich versuche es evtl. ein anderes Mal.

Grosny 2012, Tschetschenien

Blick auf Zentralmoschee von Grosny „Serdca Chechni“ und Islamische Universität

Zentralmoschee „Serdca Chechni“ („Das Herz Tschetschenien“), ist lt. Kadyrow die größte Moschee Europas und hat Platz für über 10.000 Gläubige.

Islamische Universität, auf dem Geländer der Zentralmoschee

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