Grosny von heute, Teil 1

Eines der häufigen Suchbegriffe in verschiedenen Suchmaschinen im Zusammenhang mit Grosny ist „Grosny heute“. Manche Zeitgenossen denken Grosny von 2012 sieht immer noch aus wie der zweite Stalingrad. Da muss ehrlich und aufrichtig widersprochen werden – in Grosny hat sich vieles verändert. Wir reden nicht über die Lage für die Menschen, für Zivilbevölkerung – obwohl auch da gab es, im Vergleich zur früher, deutliche Veränderungen – darüber womöglich ein anderes Mal.

Grosny von heute sieht sehr schön aus. Bei der Frage eines jeden gebürtigen Bürgers von Grosny „Was sieht besser aus – heutiges Grosny oder Grosny von vor dem Krieg 1994?“ wird man ständig die Antwort hören – Mann kann diese Zwei nicht vergleichen! Viele der älteren gebürtigen Grosnier geben aber besonders der Stadt von vor 1994 den Vorzug.

Gerne würde ich ein Vergleich machen von Grosny vor dem Krieg, während des Krieges und heute… Leider ist das mit dem Fotomaterial, das ich habe, nicht möglich. Ich versuche es evtl. ein anderes Mal.

Grosny 2012, Tschetschenien

Blick auf Zentralmoschee von Grosny „Serdca Chechni“ und Islamische Universität

Zentralmoschee „Serdca Chechni“ („Das Herz Tschetschenien“), ist lt. Kadyrow die größte Moschee Europas und hat Platz für über 10.000 Gläubige.

Islamische Universität, auf dem Geländer der Zentralmoschee

Gebäudekomplex „Grosny City“, zur Eröffnung dieser Neubauten wurden MDR-Ballett, Hilary Swank, Seal, Vanessa Mae, JCVD u.a. eingeladen. Die Eröffnung wurde auf den Tag gelegt als Ramzan Kadyrow Geburtstag hatte.

Unter anderem gibt es in „Grosny City“ ein 5-Sterne Hotel

„Grosny City“ Komplex befindet sich nicht weit von der Zentralmoschee „Serdca Chechni“

Das Rathaus von Grosny

Kadyrow’s Residenz

Und neben seiner Residenz hat Kadyrow eine Moschee in Form der Kaaba aus Mekka errichten lassen.

Finanzamt in Grosny

Gerichtsgebäude in Grosny

Der „Putin“-Prospekt. (Im Namen des Schlächters vom Volk wurde im Zentrum von Grosny ein Prospekt benannt)

grozny segodnya_1

grozny segodnya_2

Der „Putin“-Prospekt endet wo „Kadyrov“-Prospekt anfängt.. im nächsten Teil (2) der Fotoserie seht ihr Grosny von 2012

8 Gedanken zu “Grosny von heute, Teil 1

  1. Pingback: Top 5 Beiträge von 2013 | Mein Tschetschenien

  2. Da hast du recht Adam unsympatisch und vieleicht bischen hinterhältig kann mann einiger massen leben.Aber das was du beschreibst ist was ganz anderes.Das hat jetzt nichts mit dem Thema zu tun aber die Tschetschenischen Männer können sich wirklich glücklich schätzen Ihr habt so wunderschöne Frauen.(nicht falsch verstehen ich bin auch eine frau).

  3. Ich wohne in Deutschland aber bin türkin also eine von euch🙂 Ich interessiere mich sehr für Tschetschenien und versuche auch immer zu verfolgen was im Land passiert. Doch ich interessiere mich ob das Volk wirklich ramsan kadyrow leiden kann. Mir kommt er sehr unsympatisch vor und vorallem hinterhälltig.

    • Vor kurzem sagte mir ein Tschetschene, der zu Besuch in Deutschland war – 90% des Volkes hasst Kadyrow und seine „Mannschaft“, und was die 10% angeht – so sind es entweder Personen die zum Militär und Staatsapparat gehören oder sind deren Verwandte. Ob das Verhältnis wirklich 90 zu 10 ist kann ich nicht sagen, klingt aber überaus realistisch. Vor der Kamera traut sich heute natürlich kaum einer über Kadyrow zu urteilen, insbesondere nicht wenn er in Tschetschenien lebt, aber die Menschen wissen was für einer Kadyrow ist und haben entsprechende „Sympathie“ zu Ihm.
      Wenn er nur hinterhältig und unsympathisch wäre, könnte ich damit gut leben – er ist aber eine psychisch kranke und sadistische Person! Nur so einen könnte sich Putin auch als seinen Freund vorstellen.

  4. Die Stadt ist wirklich schön, zumindest das Zentrum. Aber jedes Mal wenn ich in Grosny bin, stelle ich fest, dass diese Stadt und die Bewohner für mich völlig fremd geworden sind. Dein Blog heißt ja „mein Tschetschenien“, wenn ich mit mir selbst ehrlich bin, ist es nicht mehr „mein Tschetschenien“. Früher war zwar alles zerstört, aber man war stolz dazugehörig zu sein, heutzutage kann ich es nicht behaupten. Ich glaube nicht, dass ich bei der momentanen politischen Lage dort länger als ein Monat aushalten würde.

    Vielen Dank für die Bilder, ist wirklich ein interessantes Weblog! Weiter so

    • Ich verstehe was du sagst. Aber dazu fallen mir die Wörter meines Opas ein, zwar in Bezug auf was anderes geäussert. Es ist mein Tschetschenien nicht weil es so schön ist, im Moment, oder weil es dort perfekt ist oder die Menschen die besten sind, sonder weil es Mein ist. Es gibt immer Höhen und Tiefen. Bei Tiefen sich von Ihr loszusagen und bei Höhen als die eigene zu Bezeichnen ist hinterhältig, womit ich nicht dich meine. Denn in der heutigen politischen Lage kann ich dort selbst nicht leben, sowie du. Aber Sie wird immer Mein bleiben, egal wie Sie ist – und darauf bin ich Stolz. Das bringt mir Ruhe.

      Danke.

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